|
Hyposensibilisierung bei allergischem Asthma
Die Hyposensibilisierung oder Desensibilisierung ist bei allergischem Asthma unter bestimmten Bedingungen eine recht aussichtsreiche
Behandlungsform. Das Prinzip ist relativ einfach. Es geht bei der Hyposensibilisierung darum, dem Immunsystem seine fehlerhaften Reaktionen "abzugewöhnen". Es soll in Zukunft weniger
sensibel auf bestimmte Stoffe reagieren.
Die Technik ist die:
Nachdem das Allergen bekannt ist, bekommt der
Patient in regelmäßigen Abständen ein wenig davon eingespritzt. Zunächst nur ganz, ganz wenig, so daß er darauf noch gar nicht reagiert. Langsam wird die Allergendosis immer weiter gesteigert. Eine
solche Behandlung kann jahrelang dauern.
Bei der Pollenallergie ist eine Hyposensibilisierung besonders dann aussichtsreich, wenn weniger als vier Pollen als Allergene in Betracht
kommen. Es ist nämlich nicht sinnvoll, sich gegen eine größere Zahl von Pollenallergenen gleichzeitig zu desensibilisieren. Auch die Hausstaubmilbenallergie spricht gut auf diese Behandlung an.
Achten Sie vor allem auf drei Dinge, wenn Sie eine Hyposensibilisierung beginnen und durchführen:
1. Ihre Allergene sollten zweifelsfrei feststehen.
2. Sie sollten ansonsten gesund sein.
3. Die Hyposensibilisierung darf nur vom Arzt durchgeführt werden.
Da selten starke allergische Reaktionen bis hin zum allergischen Schock mit Blutdruckabfall und Pulsbeschleunigung auftreten können, ist es
erforderlich, daß Sie nach der Injektion immer noch eine halbe Stunde in der Arztpraxis bleiben.
Behandlung mit Medikamenten
Die Medikamente, die beim Asthma eingesetzt werden, haben der Natur der Erkrankung entsprechend den Zweck die Entzündung der
Bronchialschleimhaut zu hemmen und die verkrampfte Bronchialmuskulatur zu entspannen und die Bronchien zu erweitern. Die entzündungshemmenden Medikamente wirken vorbeugend, indem sie die bronchiale
Überempfindlichkeit vermindern. Diese Medikamente, z.B. DinatriumCromoglicinsäure (DNCG), Nedocromil, Theophyllin oder auch Kortikosteroide (Kortison), können aber in der Regel keinen Asthmaanfall
stoppen, der bereits begonnen hat.
Wenn sich ein Asthmaanfall anbahnt oder wenn er bereits da ist, also nur "bei Bedarf", werden Medikamente angewandt, die schnell
zu einer Entkrampfung der Bronchialmuskulatur und so zu einer Erweiterung der Bronchien führen. Die meisten Asthmatiker inhalieren diese Wirkstoffe, sogenannte kurzwirksame Beta2Sympathomimetika, aus
einem Dosieraerosol oder einem Pulverinhalator.
Den richtigen Umgang mit Ihrem Inhalationsgerät müssen Sie einüben, denn er ist entscheidend für die optimale Wirkstoffaufnahme und damit
für die Wirksamkeit Ihres Asthmamittels.
Langwirksame Beta2Sympathomimetika zum Inhalieren wirken sowohl vorbeugend als auch bronchialerweiternd. Wenn Sie zu Ihrer eigenen
medikamentösen Behandlung Fragen haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihren Arzt.
|